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 Waldgeschichte

Nach dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren dauerte es ca. 4.000 Jahre, bis aus einer Tundrenlandschaft in unserem Gebiet allmählich ein riesiges Urwaldgebiet mit Seen und Mooren wurde, besiedelt zunächst nur von umherziehenden Rentierjägern. Ab dem 3.Jhdt. n.Chr. erfolgten zuerst vereinzelte, bis zum 14. Jhdt. dann umfangreiche Rodungen, deren Ergebnisse sich seither weitgehend bis zur heutigen Wald-Feldverteilung erhalten haben - nicht zuletzt aus ersten Nachhaltigkeitsüberlegungen der Grundherrschaften heraus.

Trotzdem entwickelte sich eine teils dratsische Holznot, die Wälder waren übernutzt. Um die Holzversorgung zu verbessern, wurden Saaten und Aufforstungen vor allem mit der robusten und vielseitig verwendbaren Fichten angelegt. Die Grafik zeigt die Verschiebung der Baumartenanteile vom ursprünglichen Buchen-Eichen-Mischwald zu den Fichtenforsten um 1920.

Baumartenanteile

Auch heute noch dominiert in unserem Wald die Fichte, doch ist die Zunahme wichtiger Mischbaumarten seit 30 Jahren deutlich zu erkennen. Durch naturnahen Waldbau wollen wir versuchen, einem ökologisch wie wirtschaftlich ausgewogeneren Baumarten- verhältnis noch näher zu kommen.

Bis zur Säkularisation des Benediktinerklosters 1803 war der Wald - wie übrigens die landwirtschaftlichen Flächen unseres Hofes auch-  wertvoller Besitz der Mönche: das Klosterholz.   Den heutigen Namen bekam der Wald erst vom nachfolgenden Eigentümer: von Fürst Metternich, der den Wald 1825 an den König von Württemberg verkaufte.